Unternehmensziele sind ja oft Verkaufsziele. Und da Sie und ich wissen, dass es dabei eben nicht nur auf die Fachkompetenzen ankommt, habe ich Ihnen hier fünf Soft Skills kurz beschrieben. 

Damit können Sie erkennen, wie es bei Ihrem Mitarbeiter bzw. bei Ihnen „aussieht“. 

Schauen wir uns an, wie es um Eigenverantwortung, Selbstvertrauen, Motivation, Kontaktfähigkeit und Misserfolgstoleranz bestellt ist.

Eigenverantwortung: Sind Sie Ihres Glückes Schmied?

Wenn Sie Eigenverantwortung übernehmen, lautete Ihre Antwort Ja. Denn Eigenverantwortung zeigt, wie stark Sie glauben, Ihren Erfolg und Ihren Misserfolg selbst in der Hand zu haben – nämlich durch Tun oder Unterlassen.

Und so kann Eigenverantwortung bei Ihren Mitarbeitern wirken.

Genau richtig

Sie wissen, dass die gute Vorbereitung eines Kundentermins maßgeblich zu einem erfolgreichen Abschluss beiträgt und handeln entsprechend.

 

Zu wenig

Sie sehen die Ursache für Ihre Erfolge bzw. Misserfolge in äußeren Umständen, die Sie nicht beeinflussen können. Im Erfolgsfall hatten Sie „Glück“, im anderen Fall „war der Kunde mies drauf“. Risiko: Sie geraten immer stärker in eine lähmende Opfer-Rolle.  

 

Zu viel

Sie überschätzen Ihren Einfluss auf das Ergebnis. Das ist gefährlich, denn Sie setzen sich extrem unter Druck. Im schlimmsten Fall besteht die Gefahr, dass Sie bei ausbleibenden positiven Erfolgen in eine Krise geraten.

Selbstvertrauen: Kriegen Sie das hin?

Beim Soft Skill Selbstvertrauen setzen Sie Ihre Leistungsfähigkeit in Relation zu der Schwierigkeit einer anstehenden Aufgabe. Kurz: trauen Sie es sich zu oder nicht?

Hier beschreibe ich Ihnen kurz, wie der Faktor Selbstvertrauen bei Ihren Mitarbeitern wirken kann.

 

Genau richtig

Ihr Vertriebsmitarbeiter „darf“ zum ersten Mal Ihre neue Leistung bei einem wichtigen Kunden präsentieren. Das macht er ruhig und gelassen, denn er ist von seiner Leistungsfähigkeit überzeugt.

 

Zu wenig

Unterschätzt Ihr Mitarbeiter seine eigenen Fähigkeiten, wird er in der gleichen Situation eher unsicher auftreten. Die Angst zu scheitern blockiert ihn. Risiko: diese sich selbst erfüllenden Prophezeiungen können Minderwertigkeitsgefühle hervorrufen.

 

Zu viel

Ihr Mitarbeiter überschätzt seine eigenen Leistungsfähigkeiten was, gelinde gesagt, schnell arrogant oder distanziert wirken kann.

Motivation: Lieben Sie, was Sie tun?

Wenn Sie wirklich motiviert sind, hören Sie jetzt ein inneres „Ja“. Das bedeutet, dass Sie sich mit Ihren Aufgaben identifizieren. Im besten Fall sind die Werte und Ziele Ihres Unternehmens mit den Werten und Zielen Ihrer Mitarbeiter deckungsgleich.

So kann Motivation bei Ihren Mitarbeitern wirken.

 

Genau richtig

Ist Ihr Mitarbeiter motiviert, erkennen Sie dies unter anderem an seinem Engagement sowie an Tugenden wie „Fleiß“ und „Ausdauer“. 

 

Zu wenig

Ist der Soft Skill Motivation bei einem Mitarbeiter eher schwach ausgeprägt, erkennen Sie das genauso deutlich. Die Bandbreite fehlender Motivation reicht von „Dienst nach Vorschrift“ bis zur „inneren Kündigung“. 

 

Zu viel

Ist ein Mitarbeiter übermotiviert, kann es passieren, dass er über das Ziel hinausschießt. Im Vertrieb kann das zum Beispiel als aggressives Verhalten erlebt werden.

Kontaktfähigkeit: Kennen Sie den schon?

Haben Sie das Gefühl, dass es Ihnen leicht fällt, Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen und diese aufrechterhalten? Falls Ja scheinen Sie kontaktfähig zu sein 🙂

 

Genau richtig

Ihr Mitarbeiter mit Kundenkontakt ist gerne mit Menschen zusammen. Er vermittelt seinem Gegenüber eine angenehme Offenheit und versteht auch die „Botschaften zwischen den Zeilen“.

 

Zu wenig

Wenn Ihr Mitarbeiter verschlossen oder „kalt“ wirkt und sich vielleicht sogar zurückzieht, kann kaum eine Vertrauensbasis entstehen – weder mit Kunden noch mit Kollegen. Risiko: dieses Verhalten kann zu einem schlechten Klima in Ihrem Team führen.

 

Zu viel

Ist ein Mitarbeiter zu kontaktfähig, wirkt sich das – dezent ausgedrückt – auf die Gesprächsdauer aus. „Quasselstrippen“ kosten andere Zeit und arbeiten selber häufig ineffizient, weil sie schon mal die Arbeit aus den Augen verlieren.

Misserfolgstoleranz: Das ging ja mal voll in die Hose

Der Soft Skill Misserfolgstoleranz beschreibt, wie gut Sie mit Misserfolgen und Rückschlägen umgehen.

Und so kann dieser Faktor bei Ihren Mitarbeitern wirken kann.

 

Genau richtig

Ihr Mitarbeiter bleibt trotz eines Misserfolges souverän und gelassen. Nach dem er reflektiert hat, was er beim nächsten Mal besser machen kann, blickt er nach vorne. In solchen Momenten kann die Situation sogar Energie in ihm freisetzen.

 

Zu wenig

Der einfachste Weg Misserfolge zu vermeiden ist es, entsprechende Situationen zu vermeiden. Genau diesen Weg nimmt Ihr Mitarbeiter. Tauchen trotzdem Probleme auf, ist es mit Gelassenheit und Souveränität schnell vorbei und Stress macht sich breit.

 

Zu viel

Ist die Misserfolgstoleranz zu stark ausgeprägt, rechnet Ihr Mitarbeiter überhaupt nicht mehr mit der Möglichkeit, dass es schief gehen könnte. Daraus kann Gleichgültigkeit entstehen. 

 

Im zweiten Teil geht es um Systematik, Arbeitszufriedenheit, Statusmotivation, den Leistungsdrang und das Auftreten